Die Team-Typen nach Belbin

Welche Typen jedes Team braucht

 

Auf Meredith Belbin gehen die bekannten Team-Rollen zurück. Dies sind 9 verschiedene Typen, die jedes Team gut gebrauchen kann. Es sollte bestandteil jeder kompetenten Teamentwicklung sein.

Jedes Team? Nun, es kommt natürlich darauf an, ob es sich um ein echtes Team handelt oder um eine Gruppe, die nur so genannt wird. In manchen Gruppen hat oft jeder die gleichen Aufgaben und agiert neben den anderen Teamkollegen - oft sogar im Wettbewerb gegeneinander. Ein echtes Team muss aus den verschiedensten Beiträgen aller ein gemeinsames Ergebnis erzielen. Je unterschiedlicher die Aufgaben und je offener Ergebnis sind, desto notwendiger ist hier das Vorhandensein jeder der hier beschriebenen Rollen.

Denken Sie sich bitte 2 Dimensionen. Die erste Dimension misst, wieviel Abwechslung ein Mitarbeiter braucht: Innovation vs. Stabilität. Der innovationsfreudige Typus mag kreative Aufgaben, Abwechslung und öfter mal eine Veränderung. Dem gegenüber steh der stabilitätsorientierte Typus. Er mag feste Verfahren und Prozesse, Ordnung und steht Veränderungen eher kritisch gegenüber.

Die zweite Dimension: Zielorientierung vs. Menschenorientierung. Diese Dimrnsion unterscheidet einerseits den sachorientierten Typus, der sich an Ergebnissen orientiert und in der Sache weiterkommen will. Andererseits den dem menschenorientierten Typus. Der schätzt das Miteinander, positive Beziehungen, Harmonie und das Wohlergehen seiner Mitmenschen mehr als reine Ergebnisse.

 

Teamtypen nach Belbin

 

Die Stärken und Schwächen jedes einzelnen Team-Typen:

 

Der Macher

Nehmen wir zum Beispiel den Macher: Er ist dynamisch und steht ständig unter Druck, denn er will Ziele erreichen. Er lehnt unklare und ungenaue Angaben ab und konzentriert sich auf die Kernprobleme. Er fällt aufgrund seiner dynamischen Mentalität oft zunächst positiv auf.

Stärken:

Er will Ziele erreichen. Deshalb fordert er viel von seinen Kollegen. Er übernimmt schnell die Verantwortung, ggf. macht er alles selbst, wenn andere nicht schnell genug mitziehen. Er formuliert Teilziele, sorgt für schnelle Entscheidungen und will, dass Jobs sofort erledigt werden.

Schwächen:

Macher geraten leicht in Streit mit ihren Teamkollegen, denn ihre kompromisslose Zielorientierung provoziert manche Kollegen. Macher sind dabei nicht nachtragend, aber die düpierten Kollegen schon manchmal. Macher werden gelegentlich als arrogant empfunden. Sie verursachen sie durch ihren Aktionismus Unruhe im Team.

Einsatzbereich:

Macher fühlen sich in einem Team von Gleichgesinnten und auf gleicher Hierarchiestufe am wohlsten. Da ihnen Kontrolle und Koordination nicht so leicht von der Hand gehen, und sie auch im Umgang mit menschlichen Bedürfnissen wenig Geschick zeigen, tun sie sich in Führungspositionen eher schwer. Es gelingt ihnen nicht so gut, die Leute hinter sich zu bringen. Wenn Sie die teamorientierten Typen überfahren und die Harmonie zerstören, verlieren sie deren Loyalität.

 

Beobachter

Der Beobachter genießt einen zu Unrecht einen schlechten Ruf. Er ist nüchtern, analytisch und hat einen Sinn für Strategien. Er verschafft sich aus der Entfernung einen Überblick, ist eher introvertiert und sagt selten von sich aus etwas.

Stärken: Der Beobachter verfügt über ein gutes Urteilsvermögen. Er zieht oft kritisch alle Möglichkeiten in Betracht und findet daher die Löcher in eigentlich guten Vorschlägen.

Schwächen: Er ist nicht sehr Begeisterungsfähig. Deshalb gelingt es ihm weder andere noch sich selbst zu motivieren. Wenn er einmal seine Kritik geäußert hat, kann es sein, dass er das Interesse an der Angelegenheit verliert. Das wirkt auf Teamkollegen oft taktlos und herablassend. Deshalb hält man ihn für passiv und beschimpft ihn als Bremser, Zaungast und Bedenkenträger. So gehen seine wichtigen Beiträge leider oft unter.

Einsatzbereich: Der Beobachter sollte darauf achten, dass seine Meinung auch gehört wird. Dies gelingt ihm, wenn er versucht, seine Bedenken im Dialog zu diskutieren und weniger zynisch zu sein.

 

Mehr zu den Stärken und Schwächen aller Rollen gibt es unter:

wikipedia.org/wiki/Teamrolle

 

Vorteile und Nachteile der Belbin-Teamtypen

Ich nutze dieses Modell gerne in Teamentwicklungs-Workshops. Durch gemeinsame Einschätzung eines Teammitglieds auf diesen beiden Skalen, weisen wir jedem Teilnehmer seine Position auf dem Koordinatenkreuz zu. Dadurch erfahren alle seine bevorzugte Rolle im Team, sowie etwas über seine Stärken und Schwächen.

Wie jedes Modell, ist auch das Modell der Team-Rollen eine extrem starke Vereinfachung einer sehr komplexen Realität. Tatsächlich sind die Grenzen zwischen den Rollen fließend. Je nach Kontext, kann jedes Teammitglied plötzlich angestammte Rollen verlassen und andere Rollen ausfüllen.

Mehr dazu gibt es unter:

wikipedia.org/wiki/Teamrolle

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