Peter Rachs Team-Kommunikation-Blog

Interessantes aus der Welt der erfolgreichen Teams und wirksamen Kommunikation

Giftige Lästereien gegen den Chef. Wie Sie sich schützen!

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Wie Sie Ihre loyalen Mitarbeiter vor ungewollter Komplizenschaft schützen und Nutzen aus den Lästereien ziehen.

Kollegen müssen doch zusammenhalten. Insbesondere, wenn es gegen den Chef geht. Das ist unter Kollegen ein fast selbstverständliches Dogma. So kommt es, dass Mitarbeiter vor Kollegen über ihren Chef herziehen, und wie selbstverständlich davon ausgehen, dass es keiner dem Chef sagen wird. So machen sie ihre unschuldigen Kollegen zu Mitwissern und unfreiwilligen Komplizen. Kann man von loyalen Mitarbeitern erwarten, dass sie ihren Kollegen nach oben verraten?

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High-Performance-Teams auch ohne Team-Entwicklung im Dschungel

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15.06.2012

Jeder, der beruflich mit Team-Leistung zu tun, sollte jetzt – während der Fußball-EM – seine Augen weit aufmachen. Denn hier gibt es viel zu lernen. Mal abgesehen vom Spaß am Sport, sieht man hier gleich viele exzellente High-Performance-Teams bei der Arbeit. Man sieht Team-Geist par excellence. Und der entsteht hier meist ohne kostspielige Team-Entwicklungs-Maßnahme in der Wüste, mit Geländewagen oder auf einer einsamen Insel. Team-Entwicklung für High-Performance-Teams kann auch gut zuhause stattfinden.

Die Paradebeispiele fand ich nach den ersten 2 Spieleinsätzen der deutschen Elf.

 

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Für Selbstverständlichkeiten gibt es keine Begeisterung

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Die Werbe-Abteilungen wollen, dass die Kunden treu und begeistert vom Produkt sind. Dafür investieren sie Millionen und sind ungeheuer kreativ. Arbeitgeber wollen Mitarbeiter, die loyal und immer überdurchschnittlich engagiert sind. Wie kreativ sind Sie, um das zu von ihnen bekommen?

Gerade las ich mal wieder in meinem Lieblingsblog bei Förster&Kreuz. Jeder Artikel eine wahre Fundgrube der Inspiration. Heute ging es darum, dass viele Unternehmen mit Selbstverständlichkeiten werben.

Mastercard wirbt: „Manche Dinge kann nicht kaufen – für alles andere gibt es die Mastercard“. Man kann also mit der Mastercard bezahlen. Wow! Melitta macht Kaffee zum Genuss. Man kann also Melitta gefilterten Kaffee genießen – wäre doch schlimm wenn es nicht so wäre, oder? Manche Unternehmen werben mit Selbstverständlichkeiten. Und wundern sich, wenn sie trotz Werbemillionen austauschbar bleiben. Mal ehrlich, kennen Sie irgendjemanden, der so begeistert von seinen Melittafiltern ist, dass er sie täglich dazu zu bekehren versucht? Das Fazit: Kundenbegeisterung gibt es nur, wenn Sie etwas anders machen, als die anderen. Und wenn das was dabei raus kommt, MEHR ist, als der Kunde ohnehin erwartet. Ist ja eigentlich auch logisch, aber so schwer, dass es sich nur wenige überhaupt vornehmen.

Nun lesen Sie ja gerade eine Blog über Mitarbeiter-Begeisterung. Und ja, jeder Arbeitgeber will sie: Die Mitarbeiter, die sich 6 Beine für den Kunden ausreißen, die Leute, die noch um 23 Uhr am Schreibtisch tüfteln, diejenigen die 100 Verbesserungsvorschläge im Monat machen. Arbeitnehmer die für ihre Aufgabe brennen, die immer selbstständig noch mehr schaffen, ohne ständig nach mehr Gehalt zu fragen. Und warum sollten die das tun? Was ist bei Ihnen als Arbeitgeber das MEHR als die üblichen Selbstverständlichkeiten?

Ah ja, Sie führen fair und wohlwollend. Schon mal nicht schlecht. Das schafft nur ca. ein Drittel aller Chefs. Aber eigentlich würde man das in der Grundschule für Führung lernen, wenn es so etwas gäbe. OK, Sie zahlen ein angemessenes Gehalt. Wow! Ihre Arbeitsplätze sind mit Computern der neuesten Generation ausgestattet. Na gut, das sollte selbstverständlich sein, sie wollen ja auch Top-Arbeitsergebnisse, ist es aber leider oft nicht. Aber jetzt mal ehrlich, womit begeistern Sie Ihre Leute?

 

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Stellen Sie sich doch mal die Frage, was Sie von einer Firma als selbstverständlich erwarten würden, wenn Sie dort als neuer Mitarbeiter anfangen würden? Auf jeden Fall ein angemessenes Gehalt, der Firmenwagen ist natürlich fabrikneu und gut ausgestattet, natürlich erwarten Sie einen wohlwollenden Chef mit Führungskompetenz, sie hoffen auf ein tolles Team und in Ihrer Vorstellung sind alle Computer neu und alle Werkzeuge in einem erstklassigen Zustand. Alles was davon negativ abweicht sorgt schon mal für enttäuschte Erwartungen. Oft ein Killer für Engagement und Begeisterung. Jetzt sind Sie dran: setzen Sie mal als Arbeitgeber ein paar Schritte über diese Grenzen hinaus…und begeistern Sie diejenigen, die Ihre Kunden begeistern sollen – am besten ohne zusätzliche Kosten.

Was ist Ihre Mission? Ermöglichen Sie Ihren Mitarbeitern sich für etwas wirklich großes, etwas wichtiges zu engagieren? Geben Sie schwer Kranken ihr Leben zurück, wie es z.B. ein Pharmaunternehmen kann? Welches Leid beseitigen Sie? Wo sind die Fed-Ex-Tage in Ihrem Unternehmen? Können Ihre Mitarbeiter – zumindest zeitweise – frei entscheiden woran sie arbeiten wollen, wann und mit wem? Ist Ihr Team wie Pech und Schwefel; einer für alle, alle für einen? Sind Sie als Vorgesetzter ein echtes Vorbild, immer integer, ein guter Mentor? Wo geben Sie ihren Mitarbeitern die Chance, nicht nur beruflich, sondern auch persönlich zu wachsen?

Die Werbe-Abteilungen wollen, dass die Kunden treu und begeistert vom Produkt sind. Dafür investieren sie Millionen und sind ungeheuer kreativ. Arbeitgeber wollen Mitarbeiter, die loyal und immer überdurchschnittlich engagiert sind. Wie kreativ sind Sie, um das zu von ihnen bekommen? Entwickeln Sie Ihre eigene Strategie!

 

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Glauben Sie noch an Motivation über die Karotte vor der Nase?

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Wie Sie Mitarbeiter wirklich motivieren!

 

Wie oft wurde die Frage „wie motiviert man Mitarbeiter“ eigentlich schon gestellt…und nur unbefriedigend beantwortet? Dass die klassischen Instrumente, wie die Aussicht auf Gehaltserhöhung, Boni, Karriere-Schritte oder bessere Beurteilungen keine Wunder wirken, hat sich längst herumgesprochen. In der einschlägigen Literatur lernt man, dass Anerkennung, mehr Verantwortung, Freiräume, sowie spannende Projekte motivieren. Aber andererseits auch, dass Lob und Gegenleistung kontraproduktiv sein können. Lernt der Mitarbeiter dadurch doch, dass das erwünschte Verhalten ganz offenbar nur gegen diese hohe Gegenleistung überhaupt zumutbar ist. Also, was tun? Das folgende reale Beispiel motivierte mich jedenfalls, hier aufzuschreiben, was Mitarbeiter wirklich motiviert.

 

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So funktionieren Fertigkeiten aus Ihrem Kommunikationstraining auch in der Praxis

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„Wenn es am meisten darauf ankommt, zeigen wir uns von unserer schlechtesten Seite!“

Kürzlich wurde ich von einem Teilnehmer eines meiner Kommunikationstrainings angesprochen. Er fand alle Inhalte extrem wichtig und in der Praxis wirksam. Nur beklagte er sich, dass er, trotz der neuen Fähigkeiten, in emotionalen Situationen – insbesondere Beziehungs-Diskussionen mit seiner Frau - immer wieder in seine alten Verhaltensweisen zurück fällt. Er wird laut, bestimmend und sarkastisch, obwohl er es als Kommunikations-Profi doch besser weiß. Mit den folgenden wichtigen Schritten - nach dem Kommunikationstraining - schaffen Sie die Umsetzung in die Praxis.

 

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Mehr Leistung durch Teamgeist

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Wer in seiner Firma die Energien begeisterter Mitarbeiter entfesseln will, kann dazu mehrere verschiedene Hebel bewegen. Einer der Hebel, den wir seit Jahren propagieren, ist der Teamgeist - der soziale Zusammenhalt unter den Kollegen.

Was für viele nur nach idealistischem Gutmenschentum oder Softie-Führung klingt, bestätigt nun eine aktuelle Studie von Gregory Walton (Universität Stanford). Sie belegt den Zusammenhang zwischen extrem begeistertem Engagement und der Qualität der sozialen Bindungen. Im wissenschaftlichen Versuch genügte allein die psychische Einstimmung der Teilnehmer auf soziale Bindung, um den gemeinsamen Arbeitseinsatz bei einer schwierigen Aufgabe, in Relation zur Vergleichsgruppe ohne Team-Einstimmung, um mehr als 80% zu steigern.

 

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Was in der Versuchsanordnung der Studie mit untereinander Fremden auf die Schnelle hergestellt wurde, ist natürlich in der Praxis schwerer zu erreichen. Denn die Kollegen kennen sich bereits untereinander. Es gibt bereits soziale Strukturen, die im schlimmsten Fall auch entgegengesetzt – also Leistungsmindernd - wirken können. Nämlich wenn das Teamklima ein negatives ist. Manche Kollegen sind eher schwierig oder unsympathisch. Unter anderen stimmt einfach die Chemie nicht. Manche konkurrieren vielleicht miteinander. Es gab bereits Streit, Verletzungen und tiefe Gräben.

Wir raten deshalb zu folgenden Schritten, um ein begeisterndes Teamklima zu erzeugen:

  1. Ermitteln Sie einen Team-Status. Manchmal genügt es, wenn die emotional sensible Führungskraft einfach in das Team hinein spürt. Sicherer ist aber eine Methode, die den Teamstatus messbar macht. Dazu gibt es standardisierte Mitarbeiter-Befragungen. Der Vorteil: Das Team erhält eine Maßzahl, die gleichzeitig ein Vergleichswert für die Zeit nach etwaigen Verbesserungsmaßnahmen ist.
  2. Machen Sie den Teammitgliedern klar, dass Ihnen Teamgeist extrem wichtig ist und dass Sie Verstöße, die dem Teamklima schaden, keinesfalls tolerieren werden. Auch wenn Sie sonst noch so partizipativ führen, seien Sie hier kompromisslos und konsequent. Ein fauler Apfel im Team steckt andere schnell an.
  3. Erarbeiten Sie einen Plan, wie Sie das Teamklima verbessern werden. Dieser Plan sollte auf jeden Fall eine starke emotionale Motivation für die Teammitglieder enthalten. Außerdem eine klare, konkrete Beschreibung des Ziels, inklusive messbarer Kriterien. Und schließlich eine Katalog von Maßnahmen, die den Teamzusammenhalt fördern.
  4. Viele Maßnahmen zum Team-Zusammenhalt kosten wenig und sind extrem einfach umzusetzen. Dazu gehören angenehme „außerdienstliche“ Aktivitäten, die der Teamchef ausdrücklich fördern sollte. So sollte z.B. die Teilnahme aller, am gemeinsamen Zelebrieren von Geburtstagen, Ehrensache sein. Einige Aktivitäten sollten durchaus auch während der Arbeitszeit stattfinden, um den Mitarbeitern, die bisher Gemeinschaftsaktivitäten verschmäht haben, die Integration zu erleichtern. Fördern Sie den gemeinsamen Schwatz an der Kaffemaschine, anstatt ihn zu unterbinden. Die ca. 80% Produktivitätszuwachs spielen die verlorenen 5 Minuten locker wieder ein. Außerdem denkbar sind z.B. regelmäßige gemeinsame Mittagessen, Weinproben, Bowling, Theater, usw. Überlegen Sie sich, als Chef die Einladung dazu selber auszusprechen und die Kosten aus der eigenen oder der Firmenkasse zu decken. Das erhöht die Teilnehmerquote. Extrem starker Klebstoff für Teams sind gemeinsame Abenteuer - Ausflüge über mehrere Tage - wie z.B. einige Tage miteinander zum Skifahren gehen und abends zusammen feiern.
  5. Ermutigen Sie zu Meinungsäußerungen. Halte Sie sich dabei streng an die allseits bekannten Feedbackregeln: Zuhören und keine Widerrede! Überraschend wirksam kann eine „Motz-Party“ nach Feierabend sein. Die Flasche Bier (es geht auch ohne Alkohol, aber der lockert zusätzlich die Zunge) gibt es gegen einen kleinen Centbetrag und eine öffentliche Nörgelei über aktuelle Missstände. Auf diesem Weg erhalten Sie Informationen, die Sie sonst nie bekommen hätten. Trotzdem schweißt diese Party das Team zusätzlich zusammen. Zumindest wenn Sie dabei sicherstellen, dass niemand persönlich angegriffen und emotional verletzt wird.
  6. Nicht erst, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen und das Klima bereits ist vergiftet ist, empfiehlt sich die Hilfestellung eines kompetenten Team-Coachs. Dieser sorgt mit geeigneten Team-Übungen für Betroffenheit, Einsicht, gegenseitiges Verständnis, neuen Regeln für den Umgang miteinander und ggf. auch für Heilung tiefer Wunden.

Das Teamklima entscheidet darüber, ob Mitarbeiter morgens gerne in die Firma kommen oder sich überwinden müssen. Es beeinflusst, ob die Leute miteinander reden oder einen Bogen umeinander machen. Der Unterschied, ob man sich gegenseitig Steine in den Weg legt oder einander engagiert hilft, macht einen gravierenden Unterschied in der Produktivität.

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