Peter Rachs Team-Kommunikation-Blog

Interessantes aus der Welt der erfolgreichen Teams und wirksamen Kommunikation

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Wie Sie lieben können, was Sie hassen!

03 05.2011

Sicher gibt es Arbeiten die Sie hassen. Meistens lassen wir sie dann einfach weg. Doch, wenn es sich um Arbeiten handelt, die maßgeblich zu unserem Erfolg beitragen – z.B. Telefonakquise im Vertrieb – dann verursacht das Weglassen einen immensen Schaden. Es gibt nur 2 Alternativen: entweder ich zwinge mich per Selbstdisziplin dazu, oder ich muss den Job wechseln. Irgendwohin, wo ich diese Arbeit nicht zu machen brauche.

HALT: Es gibt noch mehr Alternativen. Die ersten beiden waren ja auch eher unbefriedigend. Nutzen Sie die Erkennnisse aus dem Business-Coaching.

 

 

 Die heutige Alternative heißt: Liebe, was du hasst. OK, schnell geschrieben, leicht gesagt. Wie soll das gehen? Wenn für mich „Bügeln“ das größte Übel dieser Welt ist? Schon beim Gedanken daran bekomme ich Plaque! Ich bin von Liebe dafür so weit weg, wie eine Ameise vom Mond.

 

Na klar, ganz einfach wird es nicht. Aber der Weg ist eigentlich ganz pfiffig. Der Trick leitet sich aus der Sprache her: Ebenso wie Hass ist Liebe nicht nur eine Emotion, der ich machtlos ausgeliefert bin. „Lieben“ ist auch ein Verb. Das heißt, wer etwas liebt, tut aktiv etwas. Schreiben Sie einmal auf einen Zettel wie Sie über das, was Sie hassen denken (Bügeln ist langweilig, eine Strafarbeit, etc.). Schreibe Sie daneben, wie Sie über Dinge (oder Menschen) denken, die Sie lieben. Was tun Sie in so einem Fall?

 

Jetzt beginnen Sie ganz schmerzfrei: Ändern Sie zuerst Ihre Hass-Denkweise, auf die Liebe-Denkweise. Sie erzählen sich beim Denken ja permanent Geschichten. Immer wieder die gleichen. Mit jeder Wiederholung schreiben Sie eine bestimmte Einstellung (Hass) fester und fester in Ihr Bewusstsein. Verbieten Sie sich also sofort jeden negativen Gedanken an das, was Sie zukünftig lieben wollen. Denn wo Ihre Aufmerksamkeit hinfließt, bekommen Sie umso mehr davon. Es hilft, wenn Sie sich vorher noch in bunten Farben ausmalen, was alles in Ihrem Leben schlechter wird, wenn Sie weiter hassen und untätig bleiben. Das motiviert zum Umdenken.

 

Im zweiten Schritt suchen Sie Positives an dem bisher verhassten Thema. Diese Suche wird nicht einfach. Geben Sie sich Mühe. Zum Beispiel kann ich beim Bügeln fernsehen, ich kann selbst entscheiden, wie meine Hemden später aussehen, ich mache mich unabhängig, usw. Jede Unterbrechung Ihrer Suche durch negative Gedanken, z.B. „da gibt es überhaupt nichts Gutes dran“ müssen Sie sich sofort verbieten. Hier meldet sich Ihr innerer Verhinderer, der Ihre neue „Liebe“ sabotieren will. Die Haltung war ja so bequem. Aber Sie wollen ja etwas ändern. Und Sie haben einen guten Grund dafür. Also weg mit dem Gedanken, Sie finden etwas Positives. Je mehr, desto besser.

 

Haben Sie bisher jedem der es hören wollte erzählt, wie schlimm Ihr verhasstes Thema für sie ist? Hören Sie sofort auf damit. Handeln Sie wie ein Verliebter: Schauen Sie auf die positiven Seiten und erzählen Sie Jedem davon. Noch brauchen Sie die „schlimme Handlung“ ja nicht auszuführen.

 

Nach einiger Zeit (vielleicht ca. 3 Wochen Sprech- und Gedankenhygiene) beginnen Sie, über Ihr ursprüngliches Hass-Thema auch positiv zu Fühlen. Wenn das noch nicht von selber geht, erinnern Sie sich so lebendig wie möglich, an eine konkrete Situation, in der Sie etwas wirklich intensiv gemocht haben. Mit Datum, und Uhrzeit. Sehen Sie vor Ihrem geistigen Auge die damalige Situation noch einmal. Registrieren Sie, wie Sie sich damals (und jetzt)´genau gefühlt haben. Wo fühlen Sie was? Verbinden Sie dann diese körperlichen Empfindungen intensiv mit Ihrem Thema.

 

Wenn Sie das ohne Wiederstände schaffen (vielleicht nochmal 3 Wochen intensives Üben), können Sie ganz vorsichtig anfangen, genau das zu tun, was Sie früher einmal gehasst haben. Vielleicht erst nur kurze Zeit: 5 Minuten, und dann langsam steigern. Tun Sie „das Bügeln“ so, wie es jemand tut, der es liebt. Genießen Sie die positiven Seiten daran. Wo Ihre Aufmerksamkeit hinfließt, da bekommen Sie mehr davon. Tun Sie es bewusst ohne Zwang (ohne Disziplin). Haben Sie einfach etwas Spaß. Achten Sie besonders auf kleine Erfolgserlebnisse. Erzählen Sie diese weiter.

 

Irgendwann werden Sie nicht mehr aufhören wollen!

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